Apr
17

Köllner lässt mit Platz 10 in Kecskemét aufhorchen

Nach langer Durststrecke meldet sich Stefan Köllner mit dem zehnten Platz (1442p) in der Weltspitze zurück. Der 31-jährige WM-Vierte von 2012 sorgte in Kecskemét/HUN damit für das nächste Erfolgserlebnis in der deutschen Männer-Mannschaft. Fabian Liebig, Patrick Dogue und Matthias Sandten platzierten sich auf den Rängen 20, 25 und 29. So gut war Stefan Köllner seit zwei Jahren nicht mehr, als der Potsdamer ebenfalls in Kecskemét Rang neun erreicht hatte. Danach folgten viele kleinere Verletzungen, aufgrund derer er zwischenzeitlich seinen Platz in der Weltcup-Mannschaft verlor. Nun bewies Köllner, dass mit ihm weiterhin zu rechnen ist. Die Basis für sein Top-10-Resultat legte der Routinier mit einer beeindruckenden Serie im Fechten. Mit 25 Siegen bei nur zehn Niederlagen sowie zwei zusätzlichen Bonuspunkten in der Finalrunde erarbeitete er sich eine hervorragende Ausgangsposition, nachdem er im Schwimmen nur die schwächste Zeit (2:12 Minuten) aller Teilnehmer erreichte.
Trotz vier Abwürfe im Reiten (271p) behielt Köllner die Spitze im Blick und startete als Zehnter in das Combined. Nachdem er sich bei den ersten beiden Schießdurchgängen einige „Fahrkarten“ erlaubt hatte, schienen die Top Ten schon außer Reichweite. Danach ließ er jedoch zwei fehlerfreie Serien und einen starken Schlussspurt folgen. Köllner kann sich damit auch über die Qualifikation für das Weltcup-Finale in Sarasota/USA (6. – 8. Mai) freuen.
Auch ohne den verletzten Christian Zillekens (Potsdam), der in dieser Saison mit den Rängen fünf und sechs in die Weltspitze vorgedrungen war, gelang den deutschen Männern damit die nächste Spitzenplatzierung. Zudem hatten erstmals in diesem Jahr alle deutschen Starter das Finale erreicht. Fabian Liebig (Potsdam) konnte allerdings nicht an seine Galavorstellung aus der Qualifikation (Platz 1 in Gruppe B) anknüpfen. Immerhin stand am Ende aber nach soliden Leistungen in allen Disziplinen der 20. Rang (1408p) zu Buche.
Sein Teamkollege Patrick Dogue hatte mit einer persönlichen Bestleistung im Schwimmen (2:06 Minuten) und vier Siegen aus fünf Fechtduellen großartig begonnen. Danach musste der 24-Jährige allerdings einen deutlichen Einbruch hinnehmen. Rang 25 (1385p) genügt aber, um sich ebenfalls das Startrecht für das Weltcup-Finale zu sichern. Matthias Sandten rangierte sich 1368 Punkten vier Plätze dahinter ein. Der Bonner hatte im Fechten und Reiten zu viele Punkte liegen lassen.
Der Tagessieg ging an den Briten James Cooke, der die Lokalmatadoren Adam Marosi und Bence Demeter auf die Ränge zwei und drei verwies.

Quelle: www.dvmf.de